Tierarzt frühzeitig einbeziehen
Fieber, Durchfall, deutliche Leistungseinbrüche, Aborte, Totgeburten oder auffällige Kälber sollten tierärztlich abgeklärt werden. Proben müssen vor einer umfassenden Reinigung gesichert werden.
Neue Infektionslagen stellen Rinderhalter vor viele offene Fragen. AQUA ELECTRA kann die betriebliche Hygiene durch die Aufbereitung des Tränkwassers, die Pflege von Tränkeleitungen und die Desinfektion gereinigter Stallflächen unterstützen. Die Anwendung ersetzt weder tierärztliche Diagnostik noch Maßnahmen gegen virusübertragende Gnitzen.

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat bei erkrankten Rindern aus Süddeutschland ein noch nicht abschließend eingeordnetes „Shamonda-like“-Orthobunyavirus der Simbu-Serogruppe nachgewiesen. Beschrieben wurden unter anderem Fieber, Durchfall und ein Rückgang der Milchleistung. Als Überträger gelten blutsaugende Gnitzen. Deshalb können Wasser- und Stallhygiene die Betriebsführung unterstützen, den Insektenstich als Hauptübertragungsweg jedoch nicht verhindern.
Fieber, Durchfall, deutliche Leistungseinbrüche, Aborte, Totgeburten oder auffällige Kälber sollten tierärztlich abgeklärt werden. Proben müssen vor einer umfassenden Reinigung gesichert werden.
Eine Desinfektion von Wasser, Leitungen oder Stallflächen ist keine Gnitzenbekämpfung. Insektenmanagement, Lüftung, bauliche Maßnahmen und behördliche Empfehlungen bleiben eigenständige Bausteine.
Sauberes Tränkwasser, gepflegte Leitungen und gereinigte Kontaktflächen helfen dabei, vermeidbare hygienische Zusatzbelastungen im Betriebsalltag zu begrenzen.
AQUA ELECTRA wird nicht auf sichtbaren Schmutz aufgebracht. Zuerst werden organische Rückstände entfernt und die Bereiche gründlich gereinigt. Danach erfolgt die passende Anwendung.
AQUA ELECTRA gleichmäßig in frisches Tränkwasser dosieren. Die Zugabe hilft, das Wasser hygienisch zu halten und Biofilmbildung in Tränkeleitungen vorzubeugen.
Tränken entleeren, sichtbare Beläge entfernen und stark belastete Leitungen zunächst reinigen. Danach die laufende Dosierung starten und die letzte Tränke regelmäßig kontrollieren.
Einstreu, Kot und organische Rückstände vollständig entfernen. Gereinigte Böden, Wände, Gatter und Abtrennungen anschließend gleichmäßig mit AQUA ELECTRA benetzen.
Tiertransporter, Laderampen und abwaschbare Trenngitter nach dem Entladen reinigen. Gereinigte Flächen danach vollständig einsprühen und die vorgesehene Einwirkzeit einhalten.
Eimer, Schaufeln, Treibhilfen, Fangstände und abwaschbare Geräte von Schmutz befreien, reinigen, vollständig benetzen und vor der nächsten Nutzung trocknen lassen.
Türgriffe, Gatterverschlüsse und abwischbare Bedienelemente reinigen. Elektrische Bauteile nicht direkt besprühen, sondern AQUA ELECTRA auf ein Tuch geben und damit abwischen.
AQUA ELECTRA Nutztiere mit 500 ppm wird mit 1–4 ml je Liter frischem Tränkwasser dosiert. Daraus ergibt sich rechnerisch eine Konzentration von 0,5–2,0 ppm im fertigen Tränkwasser.
entspricht rechnerisch 0,5 ppm
entspricht rechnerisch 1,0 ppm
entspricht rechnerisch 1,5 ppm
entspricht rechnerisch 2,0 ppm
Bei Medikamenten, Säuren, Elektrolyten oder anderen Wasserzusätzen muss die gemeinsame Anwendung vorher fachlich geprüft werden. AQUA ELECTRA nicht unkontrolliert mit anderen Mitteln mischen.
AQUA ELECTRA Nutztiere ansehenNach Angaben aus einem internationalen Praxisprojekt in China wurde ein HOCl-basiertes AQUA ELECTRA Produkt im Zusammenhang mit Afrikanischer Schweinepest innerhalb eines umfassenden betrieblichen Hygienekonzeptes vernebelt. Aus dem Betrieb wurden positive Beobachtungen zum weiteren Verlauf zurückgemeldet.
Eine peer-reviewte Laborstudie untersuchte saures elektrolysiertes Wasser gegen das Virus der Afrikanischen Schweinepest. In Suspensionsversuchen war die Wirkung von der Konzentration des freien Chlors und der organischen Belastung abhängig. Die Ergebnisse unterstützen das grundsätzliche Potenzial elektrolysierten Wassers für veterinärhygienische Desinfektionsverfahren. Sie ersetzen jedoch keinen produktspezifischen Feldnachweis für AQUA ELECTRA und keine Untersuchung des neuen „Shamonda-like“-Virus.
AQUA ELECTRA wird mit 500 ppm bereitgestellt. Für eine Vernebelung müssen jedoch Raumgröße, Lüftung, Vernebelungsgerät, Tropfengröße, organische Belastung, Zielkonzentration, Einwirkzeit, Materialverträglichkeit und die Anwesenheit von Menschen oder Tieren gemeinsam festgelegt werden.
Stallabschnitte zuerst räumen, grob reinigen und waschen. Eine Vernebelung ist kein Ersatz für die Entfernung von Kot, Einstreu, Staub und Futterresten.
Zielkonzentration, Produktmenge, Einwirkzeit, Lüftung und Freigabe zur Wiederbelegung müssen in einer betrieblichen Arbeitsanweisung dokumentiert werden.
Eine Anwendung in Anwesenheit von Tieren oder Beschäftigten darf nicht pauschal aus einer Praxiserfahrung übernommen werden. Exposition und Arbeitsschutz müssen vorher geprüft werden.
Auffällige Tiere, betroffene Bereiche, Wasserverbrauch, Leitungszustand und bisherige Maßnahmen dokumentieren. Bei Krankheitsanzeichen den Tierarzt einbeziehen.
Kot, Einstreu, Futterreste, Staub, Beläge und sichtbaren Biofilm vollständig entfernen. Nur gereinigte Flächen anschließend desinfizieren.
Tränkwasser mit 1–4 ml/L dosieren. Gereinigte Flächen vollständig benetzen. Sonderverfahren wie Vernebelung separat planen und freigeben.
Dosierpumpe, letzte Tränke, Wasseraufnahme, Flächenzustand, Einwirkzeit und Wiederbelegung regelmäßig kontrollieren und nachvollziehbar festhalten.
Die internationale Praxiserfahrung beruht auf einer betrieblichen Rückmeldung und ist keine wissenschaftlich kontrollierte Studie. Sie wird deshalb ausdrücklich getrennt von den aufgeführten wissenschaftlichen Quellen dargestellt.
Nein. AQUA ELECTRA ist kein Tierarzneimittel und behandelt keine infizierten Rinder. Es kann ausschließlich als Baustein für Wasser-, Leitungs-, Flächen- und Betriebshygiene eingesetzt werden.
Nein. Die Dosierung von 1–4 ml/L hilft, das Tränkwasser hygienisch zu halten und Biofilmbildung in den Leitungen vorzubeugen. Sie verhindert jedoch keine Insektenstiche.
Je nach gewählter Dosierung werden 1–4 Liter AQUA ELECTRA mit 500 ppm auf 1.000 Liter frisches Tränkwasser dosiert. Das entspricht rechnerisch 0,5–2,0 ppm im fertigen Wasser.
Nicht als pauschale Standardanleitung. Eine Vernebelung in Anwesenheit von Tieren oder Menschen muss hinsichtlich Gerät, Konzentration, Exposition, Lüftung und Arbeitsschutz fachlich geprüft und in einer konkreten Arbeitsanweisung festgelegt werden.
Für Tests und einzelne Stallbereiche eignen sich 5- oder 20-Liter-Gebinde. Für eine kontinuierliche Tränkwasserdosierung oder größere Betriebe können 300- oder 1.000-Liter-IBC sinnvoll sein.
Für die Auslegung werden Tierzahl, täglicher Wasserverbrauch, Leitungssystem, vorhandene Dosiertechnik, Stallbereiche und gewünschte Gebindegrößen benötigt.
Hinweis: AQUA ELECTRA unterstützt die betriebliche Hygiene, ersetzt jedoch keine tierärztliche Diagnose, Behandlung, behördliche Seuchenmaßnahme oder Bekämpfung virusübertragender Insekten. Eine spezifische Wirksamkeit gegen das aktuell nachgewiesene „Shamonda-like“-Orthobunyavirus wurde mit AQUA ELECTRA bislang nicht geprüft.
Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen. AQUA ELECTRA nicht mit anderen Reinigern, Säuren, Ammoniak, Wasserstoffperoxid oder chlorhaltigen Produkten mischen. Produkt für Kinder unzugänglich aufbewahren.